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Dritte Spalte
12. Integratives Theaterfestival vom 7. bis 9. Juni 2010
jeweils von 9.30 bis 13.00 Uhr
im Kultur- und Kommunikationszentrum Pavillon Hannover
Es werden ca. 30 Theater-, Tanz- und Musikgruppen aus ganz Niedersachsen innerhalb der drei Festivaltage zu hören und zu sehen sein.
Es erwartet Sie ein abwechslungsreiches Bühnenprogramm und ein buntes Treiben in unserer Zeltstadt.
Wir freuen uns auf Ihren Besuch!
Das 12. Integrative Theaterfestival "Klatschmohn" 2009 wurde unterstützt und gefördert von:

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Ein Beispielprojekt-Beitrag Klatschmohnfestival 2000
Eine Projektinfo, der Martin-Luther-King Schule
"Der Teufel mit den drei goldenen Haaren"
aufgeführt Mittwoch, den 24.05.00 um 22.00 Uhr
Der folgende Einschub soll exemplarisch zeigen, was alles zur Vorbereitung einer Aufführung gehört. Welche Materialien man benutzen kann, welche Einstiegsmöglich-keiten und welche Übungsformen man verwenden kann.
Theaterprojekt der Klassen 4 und 5, der Martin-Luther-King Schule für Lernhilfe/Hannover
Leitung und Infomaterial: Gerhard Behrends
Die Schule
Die Martin-Luther-King Schule/Hannover ist eine Sonderschule für Lernhilfe im sozialen Brennpunkt Hannover - Oberricklingen gelegen. Im Schuleinzugsgebiet liegen die Stadtteile Mühlenberg, Ricklingen und Wettbergen.
Zur Zeit besuchen ca. 160 Schülerinnen unterschiedlicher Nationalitäten die Klassenstufen 1 -10.
Mögliche Abschlüsse sind der Sonderschulabschluss und der Hauptschulabschluss nach der (10. Klasse).
Teilnehmende Personen
Spieler:
• z.Zt. 29 SchülerInnen (13 Klasse 4b; 16 Klasse 5), überwiegend aus den Jahrgängen 1989 (Klasse 4) und 1988 (Klasse 5)
Spielleiter:
• Gerhard Behrends - Klassenlehrer Klasse 5;
Lehrbeauftragter für Theaterpädagogik / Uni Hannover - Gesamtleitung, theaterpädagogische Entwicklung, Texterfassung, Sprachgestaltung, Regie:
• Brigitte Kumkar - Klassenlehrerin Klasse 4;
Schminkmasken, Sprachgestaltung
Robert Schaumberg - Referendar Klasse 5;
"Bandleader" - musikalische Begleitung
Zum aufgeführten Stück
"Der Teufel mit den drei goldenen Haaren" entstand in einer gemeinsamen, fächerübergreifenden Projektarbeit der Klassen 4 und 5 in der Zeit vom 12. 11. 99 bis zum 9. 12. 99 (1. Aufführung).
Es handelt sich dabei um die Fortsetzung der gemeinsamen theaterpädagogischen Arbeit mit beiden Klassen, bei der im vorangegangenen Schuljahr eine eigene Aufführung der "Bremer Stadtmusikanten" erarbeitet und mehrfach öffentlich gezeigt wurde, u.a. beim Klatschmohn ProjektTheater für behinderte und nichtbehinderte Kinder und Jugendliche in Hannover.
Teil der theaterpädagogischen Arbeit ist der Austausch und die Zusammenarbeit mit Außerschulischen Einrichtungen wie TPZ (theaterpädagogisches Zentrum) Mühlenberg, Uni Hannover, Landesbühne Hannover.
Die Idee zur Auswahl des Spielstoffes kam den SchülerInnen beider Klassen, nachdem wir die Hauptprobe einer mobilen Produktion der Landesbühne Hannover der Fassung von F.K. Wächter als Einpersonenstück in unseren Klassen zu Gast hatten.
Grundlage für die eigene Aufführung wurde dann doch mehr die Bearbeitung des Grimmschen Märchens unter Einbeziehung der Fassung von F.K. Wächter.
Die Stückerarbeitung selbst erfolgte u.a. durch angeleitet Improvisation zu verschiedenen Bildern z.B. Höhle des Teufels, bewegte Standbilder, Rollenimprovisationen u.a. über Körperhaltungen, Gänge der einzelnen Figuren etc. Die Rhythmisierung der Spielhandlung sowie der Handlungen einzelner Figuren wurde durch die mit den SchülerInnen erarbeitete rhythmische Begleitung mit Percussioninstrumenten, Geräuschen etc. unterstützt. Weitere Elemente bei der Stückerarbeitung waren Lidtexte und Sprechchor. Innerhalb des Erarbeitungsprozesses war der häufige Rollentausch Arbeitsprinzip, so dass die SchülerInnen immer wieder Möglichkeit hatten, die Perspektiven der unterschiedlichen Figuren zu erfassen und die Stückentwicklung mit eigenen Spielvorschlägen zu bereichern.
Die im Arbeitsprozess entstandene Textfassung, wurde über Improvisationen und nach Vorschlägen der SpielleiterInnen und einzelner SchülerInnen erarbeitet.
In der Arbeit eingebunden war ebenfalls der Austausch (u.a. gegenseitiges Vorspiel der Szenen) mit StudentInnen eines theaterpädagogischen Seminars der Universität Hannover, die unter Anleitung des Spielleiters eine eigene Fassung des Stoffes erarbeitet hatten.
Innerhalb des theaterpädagogischen Prozesses in der Arbeit mit beiden Klassen bedeutet die Erarbeitung des "Teufels mit den drei goldenen Haaren" für den einzelnen Spieler den Schritt vom mehr gruppenorientierten Spiel in den "Bremer Stadtmusikanten" (starker Sprechchor, jeweils mehrere Spieler stellen eine Spielfigur dar etc.) zum Individuellen Spiel vieler unterschiedlicher Spielfiguren mit eigenen Texten.
Die Vielzahl der entwickelten Figuren bzw. Sprechrollen stellen daher an die SchülerInnen erhöhte Anforderungen unter verschiedenen Aspekten wie: individuelle Gestaltung der Rolle vor Publikum, der Gruppenintegration, der Orientierung und Koordination der Sprech- und Bewegungsabläufe innerhalb einer komplexen Situation des Darstellenden Spiels.
Zur Aufführung
"Der Teufel mit den drei goldenen Haaren" wurde mehrfach erfolgreich auf Schulfesten und für geladene Gäste aus dem Stadtteil im Dez. 99 aufgeführt. Außerdem auch sehr erfolgreich als Abschlussvorstellung des ProjektTheaters Klatschmohn, am 24. 05. 2000 im Pavillon Hannover.
Mit freundlicher Genehmigung von Gerhard Behrends, Leiter des Projekts